Bei vielen Bauprojekten geht es häufig um sehr hohe finanzielle Summen. Dementsprechend sind rechtliche Streitigkeiten bei Baugenehmigungen bei allen Akteuren häufig ein wichtiges Thema, weil diese ein Bauprojekt länger verzögern oder im schlimmsten Fall sogar verhindern können.
Hierbei muss man zunächst Bauprojekte abgrenzen, die überhaupt keine Baugenehmigung benötigen. Hierzu gibt es in den einschlägigen Gesetzen umfangreiche Normierungen. Größere Bauvorhaben benötigen grundsätzlich immer eine Baugenehmigung, jedoch muss jeder Einzelfall geprüft werden. Dabei ist auch im Blick zu haben, dass nicht nur Neubauten Baugenehmigung benötigen. Auch Umbauten und Nutzungsänderungen können Baugenehmigung benötigen.
Was sind häufige Probleme im Genehmigungsprozess eines Bauprojekts? Die häufigsten rechtlichen Konflikte treten aufgrund von Nachbarn und Behörden auf, jedoch kommt es beispielsweise auch aufgrund fehlender Antragsunterlagen schnell zu Verzögerungen.
Ein weitere typisches Konfliktfeld bei Baugenehmigung ist eine Ablehnung, weil das Bauprojekt gegen den Bebauungsplan verstoßen soll. Auch kann eine Ablehnung erfolgen, weil das ganze Vorhaben als nicht ortsüblich eingestuft.
Die Ablehnung einer Baugenehmigung ist dabei nicht das Ende eines Bauvorhabens. Gegen einen ablehnenden Bescheid steht je nach Art des Bescheids im Rahmen einer zwingend einzuhaltenden einmonatigen Frist Widerspruch oder Klage offen.